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welche_soundinterfaces_mixer_laufen_gut_im_ultraschall-universum

Einführung

so ganz trivial sind Deine Fragen leider nicht zu beantworten. Oder anders: wir leben in einer Zeit großer Unsicherheit. Da Du aber Vollprofi-Podcaster bist, kannst du vermutlich mit meinen Anmerkungen jetzt gut umgehen.

1) Im Prinzip eignet sich jedes MacBook, vom Air 11“ bis MBP 15“ Retina. Je nachdem wie/wo Du schneidest, wie portabel es sein soll etc. Von der Performance her reichen alle da Reaper eh nur mit 5% CPU-Last rumdümpelt (incl. Effekte, Streaming und FLAC-Rendern) und auch die HDDs sind alle schnell genug. Tendentiell ist die „Fluppdizität“ von Reaper auf OSX unter nicht-Retina Geräten etwas besser, aber auch mit Retina kann man gut arbeiten. Auf dem neuen Air 11“ von Tim etwa machte das einen extremst geschmeidigen Eindruck. In ein Problem läufst Du eventuell rein: USB3 in Kombination mit den modernen Intel-Chipsätzen steht im begründeten Verdacht, nicht gerade das Nonplusultra in Sachen Stabilität/QUalität zu sein, siehe auch 3). Eventuell wäre dann der Weg über Firewire/Thunderbolt der bessere Weg. Ansonsten 8GB Ram oder 16.

2) Hm. Ich hatte noch nie auch nur 1 Minute Ausfall, betreibe aber auch ein ultrasolides MBP Unibody von vor drei Jahren. Der Weg für ein Backup würde m.E. bei meinem Setup dahin gehen, dass man die Stereo-Summe die auch auf Deinen Kopfhörer geht noch einmal irgendwo aufzeichnet - in der sind alle relevanten Signale enthalten und dur hörst direkt bei der Aufnahme wenn da was schief läuft. Die Sound-Interfaces haben ja einen entsprechenden Line-Out für den Mastermix, den würde man nehmen.

3) Tja, das ist die Frage. Das US800 nehme ich für den Screencast nur, weil es so simpel ist und die Oberfläche des Mixers nicht verwirrt. Für die eigentlichen Podcasts nutze ich das Presonus 1818VSl im Rack mit einem 8-fach Kopfhörerverstärker: https://www.presonus.com/products/AudioBox-1818VSL dieses Gerät hat einen wunderbaren Sweet-Spot besetzt: in jetzt nachgemessenen 4ms Latenz sind Effekte wie EQ, Limiter und Kompressor in sehr guter Qualität enthalten, und das für 400 € günstiger als bei der Konkurrenz. Eigentlich ein Traum, zumal es das noch mit 4 oder 2 Eingängen gibt. Problem: in meinem Podcaster-Umfeld wurde das 2er 3x gekauft, 2x läuft es nicht so wie es soll. Man kann dann ein wenig rumfrumeln oder gleich zurückschicken. Die Probleme sind sehr schwer einzugrenzen, letztlich ist es wohl eine Kombination aus USB3 + Intel + Presonus. Zumindest merkt man wohl sehr schnell dass es nicht läuft und vermurkst nicht erst wichtige Aufnahmen.

Alternativen gibt es viele, die aber alle zwei Probleme haben: entweder sie können nix, sind also blanke Soundinterfaces. Hierunter fallen Focusrite, Tascam, Behringer oder Alesis. Oder aber sie können DSP-gestützte Effekte, sind dann aber unbezahlbar (RME, MOTU). Der Entscheidungsbaum verläuft also entlang der Faktoren a) Geld b) Experimentierfreude c) Anspruch an den Live-Klang (die veröffentlichte Aufnahme kann man ja eh beliebig mastern).

Ich persönlich würde derzeit wohl so vorgehen: mir ein MacBook meiner Wahl bestellen, dazu ein Presonus meiner Wahl, wenn das nach drei Tagen nicht die geringsten Zicken macht behalten, sonst sofort zurückschicken und entweder mehr Geld investieren oder auf die Echtzeit-Effekte verzichten.

Ich hoffe, das war hilfreich soweit?

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welche_soundinterfaces_mixer_laufen_gut_im_ultraschall-universum.txt · Zuletzt geändert: 2014/06/07 14:21 (Externe Bearbeitung)